CHRISTINE BACHMANN

LITERATURE

ICH BLÜH SCHON, WINTER

Gedichtband, 2023
12 x 19 cm

Inspiriert von Haikus, beginnt die Künstlerin eines Morgens ihre Sprache zu wandeln. Sie denkt, sie schreibt, sie chattet über Wochen fast nur „in haiku“. Es formen sich Gedichte, deren Herkunft für sie unbestimmt bleibt. Oft hat Bachmann den Eindruck durch die Gedichtform in andere Zeiten zu reisen. Schreiben wird zur Meditation über Erlebtes, Erträumtes, Empfangenes.
Sie sammelt, ordnet, sortiert die Worte und lässt eine neue Welt entstehen, die ihr wie eine alte erscheint, die uns noch etwas zu erzählen hat - die noch einmal aufleuchten will.

Die Mädchen wollen Zuschauer

Text-Bild-Collagen
2019 - 2021

Christine Bachmann arbeitet seit 2019 an einer Textserie. Im Arbeitsprozess werden Artikel von Zeitschriften gesichtet und ritualhaft am Körper des Druckerzeugnisses Worte und Bilder entfernt. Diese Worte finden sich in mehreren Zeilen untereinander angeordnet zu einem neuen Anderen ein. Ein neuer Körper formiert sich. Die poetischen Texte zeigen in differierenden Papierfarben und Schrifttypen eine bewegte Anmutung. Die Inhalte fangen diesen Körper ein und formen ihn, während der Gestaltwerdung ein Bild zugeordnet wird. Es nimmt die gedanklichen Wege der Assoziationen auf und spiegelt den Text auf seine Art. Geschichten werden erzählt, Rätselhaftes zeigt sich, Brüche stellen sich dar: die Künstlerin widmet sich in dieser Serie der Inszenierung mit Worten. (Heike Lydia Grüß, 2019)

Gelesen im
Podcast „Lass mal hör‘n“, Folge 13

Podcast „Wie war der Tag, Liebling?“, Folge vom 10.02.2022